Prinzip:
Elektrostatische
Ladung
ist schon seit der Antike bekannt, reibt man Bernstein, zieht der B. Papierschnipsel
an. Klassischer Versuch im Physikunterricht: hängt man zwischen zwei
großen (Kondensator-) Platten ein Holundermarkkügelchen an einem
Faden auf und lädt eine Platte auf, wird das Kügelchen davon
angezogen, die Platte berühren und Ladung aufnehmen. Gleichnamige
Ladungen stoßen sich ab, ungleichnamige ziehen sich an, also wird
das Kügelchen sich wegbewegen, hin zur anderen Platte mit der Gegenladung,
dort berühren und umgeladen, wieder zurück zur ersten Platte
und so weiter hin und her pendeln.
Ersetzt man das Kügelchen durch eine
geringfügig leitfähige Membran, die in der Mitte so gespannt
wird, daß sie die äußeren Platten gerade nicht berühren
kann (also sich nicht dadurch umladen kann), durchlöchert die äußeren
Platten (damit der Schall durchtreten kann), ist der elektrische Schallwandler
im Prinzip fertig.
In
der Praxis wird mit einer Hochspannungskaskade die Mittelelektrode vorgeladen,
damit zwischen den Gegenelektroden zentriert. Sobald eine Spannung auf
die äußeren Elektroden kommt, ändern sich die Kräfteverhältnisse.
Eine Seite zieht an, die andere stößt ab. Das Musiksignal wird
mit einem Übertrager mit Mittelanzapfung hochgespannt.
Der klangliche Vorteil liegt in der Fläche mit gleichmäßigem Antrieb. Die gesamte Membran schwingt gleichmäßig hin und her, die Membran braucht nicht steif zu sein, weil die Antriebskraft nicht von einem Punkt ausgeht, sondern von der Fläche. Die Membran kann also ultraleicht sein, was dem Impulsverhalten zugute kommt. Damit der Schall nach außen dringen kann, werden die feststehenden äußeren Elektroden perforiert.
Typisches
Beispiel für ein Speiseteil: Übertrager (im oberen Teil des Bildes)
vervielfachen die Nutzsignalspannung auf bis etwa 100 V bis max 250V und
eine Hochspannungskaskade (im unteren Teil des Bildes) stellt die Polarisationsspannung
aus der Netzspannung her. Im gezeigten Beispiel Stax
Kopfhörer
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