

Das Konzept ist modular aufgebaut, mit allen aufwendigen Komponenten auf Steckkarten, die leicht (und preiswert) nachgerüstet werden können. Darüberhinaus vertritt TacT Audio die Auffassung, daß Softwareupgrades für den Benutzer kostenlos zur Verfügung gestellt werden können müssen. Und im Gegensatz zu Softwareupgrades anderer Hersteller können TacTs Softwareversionen sowohl den Leistungsumfang wie auch funktionale Überarbeitung umfassen.
Die besonders herausragende Eigenschaft ist das Raum Korrektur System (RCS). TacT RCS 2.2X ist nicht nur ein Vorverstärker. Er ist gleichzeitig ein ausgeklügeltes Mess- und Korrektursystem, das Ihnen Einstellmöglichkeiten für den Klang Ihrer Lautsprecher- Raum- Kombination gibt, wie sie bisher beispiellos waren.
In der heutigen Technologie ist es möglich, einen Lautsprecher zu entwickeln, der unter Bedingungen eines schalltoten Raums perfekt funktioniert. Wenn man jedoch einen perfekten Lautsprecher in einen gewöhlichen Wohnraum stellt, ändert sich der Klang dramatisch. Dies ist zunächst auf stehende Wellen zurückzuführen, auf Auslöschungen und Reflektionen. Alle Lautsprecher- Raum-Probleme sind Zeit-bezogener Natur. Die direkte (erste) Schallfront des Lautsprechers ist weitestgehend vom Raum unbeeinflusst, aber nach der ersten Eintreffen breitet sich die Welle im Raum in einem sehr komplexen Muster aus. Die größte Energie liegt in den tiefsten Frequenzen, wo die meisten Lautsprecher Schall kugelförmig abstrahlen - daher erreicht nur ein kleiner Bruchteil der tieffrequenten Energie den Hörer direkt. Der Raum wird normalerweise den Frequenzgang von nahezu perfekt auf ein eher zufälliges Ergebnis verändern - besonders bei tiefen Frequenzen. Abweichungen von über plus / minus 10 dB sind eher die Regel als die Ausnahme. Dieser Frequenzgangfehler ist etwa 100 bis 1000 mal größer als die Summe aller anderen Frequenzgangfehler in der Wiedergabekette.
Aber das reicht noch nicht, das Zeitverhalten wird noch viel mehr beeinflußt. Jede Raumresonanz tritt als aufgebaute Energie über Zeit auf. Allgemein ausgedrückt, tieffrequente Resonanzen brauchen länger um sich aufzubauen und länger um abzuklingen, verbunden mit einer Verzögerung um bis zu einer Sekunde, verglichen mit hohen Frequenzen. Dies erklärt, warum große Lautsprechersysteme, die tiefste Frequenzen übertragen können, oft als langsam beschrieben werden. In der Praxis machen sie nicht mehr, als tieffrequente Raumresonanzen anzuregen, die mit einer größeren Ansprechverzögerung verbunden sind. Die Gesamtenergie der Resonanzen eines normalen Raums kann erheblich bedeutsamer sein als der vom Lautsprecher abgestrahlte Schall. Und in den meisten Fällen sind die Resonanzen viel kräftiger als der Direktschall, wenn man ihn unmittelbar nach einem Impuls messen würde. Die Effekte der Raumprobleme werden noch durch die spektrale Komplexität der Musikinstrumente und Stimmen verschlimmert: Fast jedes Musikinstrument ist sehr breitbandig, das bedeutet, daß, wenn nur ein einziger Ton gespielt wird, das Instrument ein breites Spektrum von Subharmonischen und Oberwellen produziert. Zum Beispiel: Das Becken - man würde wohl annehmen, es produziert ausschließlich nur hohe Frequenzen, aber weit gefehlt: tatsächlich reicht der Frequenzgang von unter 16 Hz bis in den Ultraschallfrequenzbereich. Der tieffrequente Anteil kommt vom der fundamentalen Resonanz der Aufhängung. Diese tieffrequente Information ist normalerweise unhörbar, weil sie von Raumproblemen zugedeckt wird, die nicht nur Frequenzgangfehler hinzufügt, sondern auch dem Raum entsprechende Verzögerungen bei tiefen Frequenzen. Mit RCS wird die Information genauer wiedergegeben, was den Klang realer undf glaubwürdiger macht. (Unglücklicherweise filtern viele Studios die tiefen Frequenzen der Becken, weil sie kein Bewußtsein ihrer Bedeutung für die Tonqualität besitzen).
Das TacT Raum Korrektur System packt das Problem an der Wurzel. Während des Meßvorgangs wird eine eingestellte Anzahl von Impulsen auf den Lautsprecher gegeben. Das geeichte Mikrofon nimmt diese am Hörplatz auf. Abhängig von der Verformung dieses Impulses werden sowohl Frequenzverhalten als auch Zeitverhalten exakt bestimmt. Der tatsächliche Frequenzgang wird mit dem gewünschten Frequenzgang (benutzerdefiniert) verglichen, und das System berechnet eine extrem komplexe inverse Filtercharakteristik für jeden Lautsprecher, welche den gewünschten Frequenzgang mit dem bestmöglichen Zeitverhalten kombiniert. Das Filter selbst ist ein Impuls (in der Zeitebene) welcher sowohl das Zeit- als auch das Frequenzverhalten der Lautsprecher-Raum- Kombination korrigiert- ganz ohne Einbuße der Dynamik. Alle Bearbeitung wird mit 48 bit Datenformat gerechnet, damit erzeugt das System weder Rauschen noch Verzerrungen. Das System misst und eicht linken und rechten Lautsprecher und einen oder zwei Subwoofer, damit werden jegliche Differenzen zwischen linkem und rechtem Kanal also kompensiert.
Die Ausstattung des RCS 2.2X ist dafür ausgelegt, 1 oder 2 Subwoofer anzusteuern. Das Raum Korrektur System erzeugt sehr präzise Übergangsfrequenzen, basierend auf separaten Messungen für Hauptlautsprecher und Subwoofer. Die Filter addieren sich sowohl in der Zeit- als auch in der Frequenzebene. Pegel werden automatisch eingestellt und genauso die passende Verzögerungszeit um die räumlichen Abstände der Lautsprecher zu kompensieren. Folgen Sie TacT Audio’s Vorschlägen bezüglich der Aufstellung der Subwoofer und Sie werden eine neue Ebene von dynamischer Genauigkeit und Abbildungsgenauigkeit erleben. Falls Sie die separaten Subwooferausgänge nicht nutzen, wird die gesamte Prozessorleistung des 2.2X für die beiden Stereokanäle genutzt.
Wird TacT 2.2X in Verbindung mit TacT Digitalverstärker benutzt, stellt man die Lautstärke über eine RS 232 Schnittstelle ein. Wenn die Lautstärkeregelung vom 2.2X benutzt wird, bleibt der digitale Pegel im 2.2X auf Maximum, hingegen steuern spezielle Signale an den Digitalverstärker dessen Spannung. So bewahrt das System die volle 24-Bit Auflösung und sehr hohe Signal-Rauschabstände selbst bei geringen Abhörlautstärken. Somit ist die TacT Kombination das erste System, das eine gleichbleibend höchste Auflösung sowohl bei normalen Abhörlautstärken und Vollaussteuerung bietet
Die Analog/Digital- und Digital/Analog-Wandler sind Hochleistungs- 192
kHz/24-bit Konzepte mit extrem niedrigen Verzerrungen und Rauschen. Die
angrenzenden Analogschaltungen wurde mit größter Sorgfalt so
konzipiert, daß Rauschabstände und Verzerrungen am Rande der
theoretischen Grenzen bleiben. Zwischen digitalem Eingang und digitalem
Ausgang sind Verzerrungen und Rauschen nicht mehr meßbar.
Niedrigere Abtastratenformate wie CD und DAT werden mit Upsampling
auf die höchstmögliche Qualität in einem Abtastratenwandler
konvertiert, so daß Digital/Analog-Wandlung bei 192 kHz stattfindet.
Abtastratenwandler werden bei den digitalen Ausgängen eingesetzt,
im Interesse extremer Jitterreduktion. Abtastraten von 44.1 bis 192 kHz
können vom Benutzer gewählt werden.
Die Haupstromversorgung ist ein Schaltnetzteil. Getrennte Versorgung
von Analog und Digital in Kombination mit total getrennten Masseführungen
sorgen für beste Trennung und geringste gegenseitige Beeinflussung.
Alle Audiosignale sind vom Netz durch mindestens 3-stufige Filterung entkoppelt.
Das gesamte Chassis wird CNC-gesteuert aus Aluminium hergestellt, um magnetische Störkomponenten auszuschließen.
Bitte lesen Sie auch die Allgemeine Raum-Korrektur Empfehlungen
mit mehr Information, wie man das Beste aus 2.2X herausholt.
Zögern Sie nicht, TacT Audio für Hilfe und Information anzusprechen.
Mehr Informationen erhalten Sie hier:
| FL-electronic
/ Neuklang
Mühlenpfordtstr.5 38106 Braunschweig Tel.: 0531 / 342155 Fax: 0531 / 344900 E-Mail: TacT@FL-electronic.de |