Über die Feldverteilung auf dem Leiter, bevor ein Stromfluß zustande kommt: http://www.physicsarchives.com/archivumphysicum/SurfaceChargesandFeedbackinSimpleCircuits.htmS
Kabel haben einen Widerstand R. Wenn ein Strom durchfliesst, wird ein Spannungsabfall entstehen. Mit zunehmender Länge steigt der Widerstand an. Deshalb hält man kurze Kabel für besser (es gibt auch Ausnahmen). Man versucht auch über große Querschnitte den Widerstand gering zu halten. Das hat unschöne Nebeneffekte(s.u.). R Elektrische Einheit : Ohm Formelzeichen dargestellt als griechisch Omega W
Kabel haben eine Kapazität C. Wenn eine Spannung angelegt wird, fliesst erst einmal der Strom, der die Kapazität auflädt, bis die Spannung erreicht ist. Mit zunehmender Länge steigt die Kapazität an, der benötigte Strom zum Umladen der Kapazität steigt. Bei hochohmiger Ansteuerung ergibt sich ein Brillanzverlust (besonders wichtig bei Audiokabeln). Bei Lautsprecherkabeln führt eine hohe Kapazität zu Phasendrehungen beim Ausgangssignal, worauf manche Verstärker mit Schwingneigung reagieren und überhitzen. C Elektrische Einheit : Farad, typische Werte für Kabel im Bereich 30-300 pF/m
Kabel haben ein Isoliermaterial mit Ableitung G, welche als Umkehrung des Isolationswiderstandes angesehen wird. Wenn eine Spannung angelegt wird, wird ein geringer Strom zum anderen Pol durchfliessen. Bei der Berechnung der Dämpfung /Verluste spielt die Ableitung eine wesentliche Rolle. G Elektrische Einheit : Siemens
Kabel haben eine Induktivität L.
Wenn ein Strom durchfliesst, baut er ein Magnetfeld auf. Mit zunehmender
Länge steigt die Gesamt- induktivität an, womit ein Höhenverlust
zunimmt. Auch ein einzelner Draht hat diesen Effekt, bei zwei Drähten
ist die eingeschlossenen Fläche (Abstand zwischen den Leitern)
mitentscheidend. L Elektrische Einheit : Henry
Kabel haben einen induktiven Blindwiderstand.
Wenn ein Wechselstrom durchfließt, baut das Magnetfeld diesen Widerstand
auf RL= 2pf
x L.
Kabel haben einen Wellenwiderstand.
Wenn ein Wechselstrom durchfliesst, wird der Zeitablauf wichtig. Bei hohen
Frequenzen kann eventuell die Umladung der Leitung schneller erfolgen als
der Strom von der Quelle zum Verbraucher fließen kann. Um daraus
resultierende Probleme zu vermeiden, kann man die Leitung anpassen, bei
der Quelle wie beim Verbraucher. Trotz verschiedener Länge bleibt
dieser Widerstand konstant und das Kabel verlustfrei. Da solche Konzepte
mit Vorwiderstand arbeiten, findet man sie praktisch nicht bei Lautsprecherkabeln
(Ausnahme OCOS). Der Wellenwiderstand der Leitung wird bei typ. 100MHz
angegeben und ist bei niedrigeren Frequenzen nicht konstant. Deshalb kann
man im Audiobereich auch keine perfekte Anpassung vornehmen. Im HiFi-Bereich
ist der Wert besonders wichtig bei Antennen- und bei Digitalkabeln. Elektrische
Einheit : Ohm (überwiegend 75 Ohm bei Digital- und Antennenkabeln)
R ... Ohmscher Widerstand beider Leiter
G ... Ohmscher Leitwert (Kehrwert des Ohmschen Widerstands) des Dielektrikums
L ... Induktivität beider Leiter
C ... Kapazität zwischen den Leitern
Vereinfachte Formel: Wellenwiderstand
ist zweite Wurzel aus (L/C)
Kabel haben eine Stromanstiegs- Zeitkonstante.
Für ein gutes Impulverhalten / Stromanstiegsgeschwindigkeit spielen
alle vorgenannten Größen zusammen. Mit kleinen Widerständen
und Induktivitäten kann man auch eine "richtige" Anpassung vom Verstärker
an das Lautsprecherkabel machen. Verblüffenderweise klingen manche
Lautsprecherkabel besser, wenn sie länger sind (berechenbar und auch
meßtechnisch nachweisbar). t=L/R
Elektrische Einheit : Sekunde
Es gibt Kabel mit Anpasseinheiten (s.o.
Grafik Zout), die den gewünschte Abstimmung
der Verstärkerausgangswerte für Induktivität und Widerstand
auf die Leitungsparameter erreichen, Ziel ist eine Zeitkonstante um 8 uS,
da diese klanglich am besten bewertet wird.
Da Verstärker eine Spannung auf die
Leitung abgeben, der Lautsprecher aber den Strom in ein Magnetfeld umsetzt
und damit die Membran antreibt, sollten Strom und Spannung ohne frequenzabhängige
Zeitversetzungen übertragen werden. Starke Verschiebungen bewirken
eine schlechte räumliche Staffelung und lästige Zischlautwiedergabe.
Beispiel HMS Fortissimo : Querschnitt
6,2 mm2 Kapazität 2,22 nF/m
Induktivität 53,0 nH/m Widerstand 6,86 mOhm Wellenwiderstand
4,9 Ohm . Durch Umschalten von kleinen Widerständen und Spulen im
Kästchen kann die Stromanstiegsgeschwindigkeit von 3,1 bis 31 uSec
bei 3m Kabellänge eingestellt werden
Kabel haben ein Isoliermaterial
mit Eigenschaften eines Dielektrikum. Wenn eine Spannung angelegt
wird, wird eine geringe Menge Elektronen hineinfliessen, die später
verzögert wieder abgegeben werden. Mit zunehmender Länge steigt
die Elektronenaufnahme/Abgabe an (dielektrische Absorption), gleichbedeutend
mit einer Verschlechterung der Impulse, auch abhängig vom verwendeten
Material. Das Isoliermaterial bestimmt die mechanischen Resonanzen des
Kabels mit und damit auch die Klangfärbung. Die dielektrische
Absorption hat vermutlich eine größere Bedeutung als die
heute in der Praxis gefundenen Unterschiede in der Kristallstruktur. Dielektrische
Absorption DA wird in Prozentwerten ausgedrückt. DA=U1/U2x100 (%).
Gute Kunststoffe liefern DA-Werte bei 0,1% , also -60dB, die zeitverzögert
abgegeben werden, also zu einer Hysteresis führen. Auch scheint
die dieelektrische Absorption eine Schlüsselrolle beim Einspielen
der Kabel und damit verbundenen Laufrichtungseffekten zu spielen. In der
Summe aller Eigenschaften ist das Isoliermaterial ebenso bedeutend wie
der Leiter selbst. Das elektrische Feld breitet sich entlang des Leiters
aus - im Dielektrikum und außerhalb. Als Ausdruck für die langsamere
Geschwindigkeit, mit der sich das Feld im Isoliermaterial (verglichen mit
Vakuum) bewegt, wird deshalb bei Kabeln der Verkürzungsfaktor
V genannt,
Tendenz klanglicher Auswirkung : geringere
Absorption klingt sauberer.
Kabel haben eine
Kristallstruktur.
Wenn
ein Strom durchfliesst, müssen die Elektronen die Korngrenzen überwinden.
Dadurch entsteht ein absoluter Spannungsverlust. Eine der Theorien besagt,
mit zunehmender Länge steigt der absolute Wert des Spannungsverlusts
an, dabei entstehen zusätzliche Verzerrungen, die ähnlich Übernahmeverzerrungen
bei Verstärkern die räumliche Wiedergabe beeinflussen. Der hohe
Standard der industriellen Fertigung läßt den Aspekt heute etwas
infrage stellen, vermutlich sind die Inhomogenitäten der Isoliermaterialien
bedeutender für den Klang. Spezielle Gußmethoden bei der Kabelherstelllung
mit langsamer Kühlung (Ohno-Stranggußverfahren) sorgen für
lange Kristallausbildung.
Tendenz klanglicher Auswirkung : großer
Kristall klingt räumlicher.
Kabel haben eine Oberfläche.
Wenn ein elektrisches Signal angelegt wird, breitet sich eine elektromagnetische
Welle
entlang der Leiteroberfläche mit Lichtgeschwindigkeit im Medium aus.
Skineffekt
Das elektrische Feld dringt langsamer in den Leiter ein, als es sich in
der weniger dichten Luft oder im Vakuum bewegt, und setzt die Elektronen
in Bewegung. Bei Wechselströmen hat das Konsequenzen für
die Leitfähigkeit in Abhängigkeit der Eindringtiefe. Sind
es bei 60 Hz noch 8.47 mm, reduziert sich die Eindringtiefe bei 10
kHz auf 0.66 mm. Ob unter Audio-Aspekten nachfolgende Werte noch interessieren,
bleibt dahingestellt: 100 kHz : 0.21 mm, 1 MHz : 66 µm, 10 MHz :
21 µm. Mit zunehmender Frequenz bekommt die Oberfläche relativ
zum Querschnitt wachsende Bedeutung, da sie mit dem Radius nur linear zunimmt,
der Querschnitt sich dagegen quadratisch entwickelt (Doppelter Durchmesser
= doppelte Oberfläche, aber vierfacher (!) Querschnitt). Dicke Kabel
haben daher wenig Höhen, weil in der verringerten Elektronen-durchflossenen
Schicht ihr Widerstand zunimmt (s.Grafik). Manche Hersteller polieren ihre
Oberfläche, was den hohen Frequenzen zu Gute kommt, andere versilbern
die Oberfläche. Eine rechteckig-flache Leitung hat viel mehr Oberfläche
als eine runde Leitung. Tendenz klanglicher Auswirkung : kleiner Querschnitt-mehr
Oberfläche klingt brillanter.
Kabel
haben eine Form,
meist
rund, manchmal rechteckig, es gibt auch Dreiecke, die gut ineinandergreifen
(bei Überlandleitungen bilden mehrere Dreiecke bruchsicherere
und reibungsgedämpfte ) oder flache bis superflache Kabelquerschnittsformen.
Die Form spielt eine Rolle, weil das elektrische Feld um den Leiter Einfluss
auf die Elektronenbewegung nimmt und auf die Elektronendichte. Im Feld
mit dem gegenpoligen Leiter ist die Elektronenverteilung auf der Innenseite
dichter (schraffiert).
Tendenz klanglicher Auswirkung : mehr
aktive Oberfläche im Vergleich zum Querschnitt klingt brillanter.
Kapazitive Effekte mit dem Boden oder leitfähigen
Materialien schaffen neue Feldlinienverläufe, damit verbiegt sich
auch das magnetische Feld. Die Elektronenverteilung auf dem Leiter wird
dadurch beeinflußt. Eine Konsequenz ist, alle Kabel mit Abstand zu
anderen Leistern zu verlegen, Luft als zusätzliches Dielektrikum
hat viele Vorteile. E =elektrisches Feld, H=magnetisches Feld, sie stehen
naturgemäß senkrecht zueinander.
Kabel
haben einen Querschnitt mit räumlicher Ausdehnung. Wenn ein Strom
durchfliesst, baut sich ein Magnetfeld auf. Im Eigenmagnetfeld des
stromdurchflossenen Leiters werden die Elektronen nach aussen gedrängt.
Mit zunehmendem Querschnitt steigt die Inhomogenität der Stromverteilung
(Zentrum/Oberfläche) an. (zusätzlich Stichwort Lorentzkraft).
Tendenz klanglicher Auswirkung : dicker
klingt dumpfer.
Das
Magnetfeld umgibt die Elektronenbewegung und den Leiter, sobald ein Strom
fließt, deshalb haben auch die einfach gerade ausgelegten Leiter
eine Induktivität, die nimmt natürlich zu, sobald Schleifen im
Stromweg entstehen, bis hin zur Spule mit mehreren Windungen...

Kabel
bauen beim Stromdurchfluß ein gemeinsames / gegenseitiges
Magnetfeld
auf.
Im
Rückleiter fließt derselbe Strom mit gegensinnig orientiertem
Magnetfeld. Zwischen den Leitern wirken magnetische Kräfte, die das
Isoliermaterial mechanisch belasten. Die Festigkeit des Kabels einschließlich
Isoliermaterials hat einen Einfluß auf das dynamische Verhalten.
Die Einheit des Stroms ist definiert
: 1 Ampere entspricht einem Strom durch zwei 1m lange parallele Leiter,
der eine Kraft von 2 x 10 E-7 Newton zwischen den Leitern hervorruft (im
Vakuum). Die Kraftwirkung des Stroms ist die Bezugsgröße!
Tendenz klanglicher Auswirkung : feste
Isolation klingt prägnanter.
Um den Kräften zu begegnen, werden
die Leiter verwendelt. Damit gibt es einen festeren Zusammenhalt.
Der Windungssinn, also ob die Leiter
links oder rechts herum verdrillt sind, hat einen Einfluß auf die
Induktivität. Rechts oder links herum klingt unterschiedlich brillant.
Die von den Strömen hervorgerufenen
Magnetfelder verursachen mechanische Kräfte und versetzen das Kabel
in Schwingungen, dabei gibt es Resonanzen , die von den Elastizitäten
und den Massen mitbestimmt werden. Diese Mikrovibrationen ändern
permanent die Kabelparameter, beeinflussen sie die Übertragungsqualität.
Stabile und kompakte Bauweisen wie z.B. bei dem Delta Profil der Atmos Air Kabel oder dem PE-Network-Jacket bei den black&white Referenz Produkten reduzieren die Mikrovibrationen und die Übertragungseigenschaften. Insbesondere die Bassdynamik und die Präzision bei großen Lautstärken profitieren von diesen Maßnahmen.
Gauß-Effekt: Die Verringerung
der Leitfähigheit durch ein senkrecht zum Leiter wirkendes Magnetfeld.
Entdeckt um 1806 von Carl-Friedrich Gauß.
Lorentz-Kraft mit einem fremden
Magnetfeld werden die Elektronen abgelenkt und bewegen sich auf resultierenden
Spiralbahnen an der Leiteroberfläche, legen so einen weiteren Weg
zurück. Entdeckt um 1860 von Hendrik Antoon Lorentz.
Das
Verwendeln (der Hin-und Rückleiter [2] ) hat bei Audiokabeln auch
eine größerer Immunität gegenüber externen (Wechsel-)
Magnetfeldern zur Folge. Die Litzendrähte [1] eines Stranges sind
in der Regel ebenfalls untereinander verdrillt. Verseilt man dann die Leitungen
für Links und Rechts, reduziert man die eingeschlossene Fläche
und die Empfänglichkeit der Masseleitungen gegenüber Brummeinstreuung
der benachbarten Transformatoren. Damit bietet das Verwendeln vielfache
Variationsmöglichkeit und entsprechende Vielfalt bei den Kabeln (industrielles
Angebot). Die Drähte des Abschirmgeflechts [4] sorgen für weiteren
Schutz der Leiter vor äußeren Störungen. Die Folie [3]
kann mechanische Dämpfung und Dielektrikum zur Verringerung der Kapazität
sein.
Im
fremden Magnetfeld wirkt der Hall-Effekt. Nach Edwin Herbert Hall (entdeckt
1878) : Fließt ein Strom durch einen Leiter, auf den ein Magnetfeld
quer einwirkt, werden die Elektronen seitlich abgelenkt. Als Hall-Sonde
nutzt man diesen Effekt zum Messen von Magnetfeldern, u.A. in der Regelungsschleife
eines CD-Player Antriebsmotors. Für aussagekräftige Messwerte
ist Kupfer allerdings weniger geeignet, man verwendet vorzugsweise optimierte
flache Halbleiterplättchen. In Audioleitungen aus Kupfer oder Silber
ist diese Betrachtung eher akademisch und dient hier nur der Vollständigkeit.
In
der Stereoanwendung mit Cinch Steckern entstehen bei der räumlichen
Trennung der Masseleitungen (L/R) der 2 Kabel neue Probleme, die beim 5-pol
DIN-Stecker mit einem Masse-Pin und gemeinsamem Schirm für beide Kanäle
nicht existieren. Liegen die Kabel auseinander, bilden die Masseleitungen
eine Schleife, in die fremde Wechselmagnetfelder z.B. Brummen induzieren
können, oder Hochfrequenzstörungen verursachen. Abhilfe schafft
lockeres Verdrillen, wobei Windungssinn Rechts oder Links unterschiedliche
Klangergebnisse liefern kann, denn die Kanäle koppeln ihre Signale
miteinander unterschiedlich (eventuell unerwünschter Nebeneffekt in
Stereoanwendung).
Kabel kommen selten einzeln. Damit Strom
fliesst, muss der Stromkreis geschlossen sein. In praktischen Anwendungen
sind Kabel daher zwei-adrig, nebeneinander oder koaxial angeordnet. Spezielle
Kabel sind vieladrig, für die Lage der einzelnen Adern gibt es je
nach Anwendung spezielle Regeln. Einerseits bestimmen die Magnetfelder
um die Leiter und zwischen den beiden stromdurchflossenen Leitern den Aufbau,
andererseits sind die elektrischen Felder um die Leiter für das Kabeldesign
entscheidend. Unterschiedliche Beschaltung derselben mehradriger
Leitungen führt in der Regel zu unterschiedlichen Ergebnissen. Mit
ausgesuchten Querschnitt/Anzahl/Verwendelungen gibt es unterschiedliche
Gesamtverluste. Das Ziel ist, die Leiter so im gemeinsamen Feld zu führen,
daß der übliche Verlust minimal bleibt. Ein klassisches Beispiel
ist der Schränkstab, zwei Pakete zusammengesetzt aus mehreren Einzelleitern
umwendelt eine gemeinsame Achse.
Kabel bestehen aus Metallen wie Kupfer, Silber, Aluminium, Gold, oder das metall-freie Carbon (Hersteller v.den Hul), entweder in höchster Reinheit oder Mischungen oder Kernleiter mit Überzug geeigneter Metalle. Oxide, Einschlüsse, Risse, Inhomogenitäten wirken sich negativ auf die geradlinige Elektronenbewegung aus. Mit zunehmender Länge steigen die Wirbelstromverluste an.
Kabel erfahren mechanischen Druck im Schallfeld und reagieren mit Mikrofonie. Wenn es zusammengedrückt wird, steigt die Kapazität, weil der Abstand der Pole sich verringert, sinkt die Spannung bei gleicher Ladungsmenge (U=Q/C). Mit zunehmender Länge steigt die Problematik der Mikrofonie an, weil mehr Masse in Bewegung ist, Energie speichert und verzögert / träger reagiert. Auch das (weiche) Isoliermaterial ändert unter Druck seine Dichte, seine Ableitung und seine dielektischen Eigenschaften. Unter dem Einfluß einer Lautsprecherbeschallung entsteht ein heterogener externer Eingiff in viele Kabelparameter.
Kabel haben piezoelektrische Effekte. Sie erzeugen selber Spannungen aus Verunreinigungen des Isoliermaterials mit Wasser. (Luftfeuchtigkeit dringt ein). Deshalb versiegeln manche Hersteller die Leitungen auf der Rolle bzw. die Stecker nach dem Anlöten. Mit zunehmender Länge steigt vermutlich das Risiko der Piezoeffekte an.
Kabel haben triboelektrische Effekte.
Sie
erzeugen selber Spannungen aus Reibung des Isoliermaterials mit dem Leiter.
Mit zunehmender Länge steigt vermutlich das Risiko der triboelektrischen
Effekts an. Gilt nur, wenn Kabel bewegt oder verformt werden.
Kabel haben elektrostatische Effekte.
Das Isoliermaterial lädt sich gegenüber anderen Flächen
auf (z.B. Teppichboden). Das beeinflußt auch das Klangverhalten des
Kabels. Mit zunehmender Länge steigt der Effekt an. Man kann Kabel
mt Antistatikmitteln behandeln, oder mit einem Microfaserreinigungstuch
abreiben /reinigen und von Kontamination befreien.
Tendenz klanglicher Auswirkung : mehr
Abstand klingt luftiger.
Kabel wirken wie Antennen. Sie fangen fremde elektromagnetische Felder ein. Man schützt sie mit einer Abschirmung, die unterschiedlich aufgebaut sein kann und das Ergebnis stark beeinflusst. Gegen Magnetfeldeinflüsse werden die Kabel verdrillt, gegen elektrische Felder mit Geflecht oder Folie geschirmt. Ein massiver Kupferschirm kann begrenzt auch gegen magnetische HF-Komponenten schirmen, wenn er dick genug ist (>1mm). Wie der Verstärker auf Reste von Hochfrequenz am Eingang reagiert, ist ein anderes Kapitel...
Kabel haben eine Laufrichtung,
die
sich mit der fertigungsbedingten Veränderung der Kristallstruktur
und mit dem Zusammenlegen/Verseilen erklären lässt. Auch muss
bei scheinbar symmetrischem Aufbau berücksichtigt werden, dass eine
Kapazität zwischen dem Pluspol und allen anderen umgebenden Materieteilen
sich anders verhält, als der Minus / Massepol gegenüber umgebender
Materie (die als Masse / Erde aufgefasst werden darf) gleicher Polarität.
Von Symmetrie im Verhalten kann also oft keine Rede sein, weil die Beschaltung
der Elektronik unterschiedliche Reaktion/Probleme einbringt (Beispiel :Lautsprecherkabel).
In letzter Zeit verdichten sich die Meinungen, daß das Einspielen
die Laufrichtung ebenfalls prägt. Robert Harleys Forschungen zum Jitter
von Laufwerken und Kabeln zeigen bei
Digitalkabeln deutliche Laufrichtungsunterschiede im gemessenen Jitterwert.
Unterschiede im HF-Rauschen wiesen Forschungen beim schwedischen Hersteller
Supra nach. Das richtungsabhängige Verhalten bei Hochfrequenz zeigt
sich auch bei der Abschirmwirkung und dient zur Erklärung der Klangunterschiede
bei Audio- Anwendungen.
Abschirmungen können ebenfalls
laufrichtungsbezogen unterschiedlich wirken, ob Sie selbst stromdurchflossen
sind mit dem Nutzstrom oder nur einseitig angeschlossen sind, ob Sie dann
stromdurchflossen sind mit dem Störsignal, welches sich dann doch
noch in den Leiter einkoppelt (Stichwort : Kopplung). Rohr- oder Folienabschirmungen
aus Kupfer oder Aluminium mit 100% Überdeckungsgrad oder Geflechte
aus Kupfer, versilbertem Kupfer, leitfähigen Kunststoffen, auch Kombinationen
aus Alufolie mit leichtem Kupfergeflecht überzogen, die Vielfalt ist
überraschend und ebenso sind die Ergebnisse unterschiedlich.
Dass
der Schirm [4] elementar in das elektrische Feld um den Leiter einwirkt,
ebenso in das mechanische Verhalten des Kabels, hat einen bedeutenden
Einfluss auf das Gesamtverhalten des Kabels. Wo bei quasi-symmetrischen
Leitungen der Schirm aufgelegt wird, ist von Anwendung und Kabelmaterial/Aufbau
abhängig. Koaxialkabel lassen keine Wahl, hier ist der Schirm gleichzeitig
Rückleiter für das Signal und Masseverbindung. Bei mehradrigen
Aufbauten übernimmt ein zum Signalleiter gleichberechtigter Draht
[2] die Rückleitung/Masseverbindung und der Schirm wird an der Quelle
oder am Eingang der nachfolgenden Stufe angeschlossen. Für die Abschirmwirkung
ist die Qualität des Schirms entscheidend :
Überdeckungsgrad (Maximum
100%), Wandstärke und elektrische Materialparameter
bis hin zur Kristallstruktur, um selbst kleinste Komponenten elektromagnetischer
Wellen von den Leitern des Nutzsignals zurückzuhalten.
Ansteuerung kann entscheidend in das Gesamtverhalten eingehen. Die Ausganggverstärkerstufe, an den das Kabel angeschlossen ist, bestimmt mit seinen Parametern die Übertragungsbandbreite und das Einschwingverhalten, sein Quellwiderstand und die Kabelkapazität bilden schließlich einen Tiefpass, der hohe Frequenzen ausschließt. Aktivkabel lösen dieses Problem durch eine abgestimmte Verstärker-Kabel Konstellation aus einem Guß.
Anschlüsse wie Buchsen und
Stecker bringen zusätzliche komplexe Metallverbindungen ein, ob gequetscht/gekrimpt
oder verlötet (auch verschweißt), immer gibt es einen Übergang
verschiedener Materialien und damit verbundene Thermospannungen
(s.u.) und Vibrationen der mechanischen Teile mit Variation der
Übergangswiderstände.
Die
flächigen Kontakte ermöglichen Wirbelstromverluste, die
Nickelschicht (auch unter der -wenn galvanisch- aufgebrachten Vergoldung)
wird verdächtigt, magnetische Verzerrungen einzuführen. Nickel
hat eine Permeabilität ähnlich wie Eisen. Mit dem punktförmigen
Massekontakt und einem vorn eingelöteten Kabel reduziert man diese
Problematik. Da gibt es deutlich hörbare Unterschiede in der Brillanz
der Übertragung.
Da der Leiterquerschnitt oft viel geringer
ist als der des Durchmesser des Steckerpin, gibt es hier eine Inhomogenität.
BNC- und DIN- Stecker sind bewährte Konzepte, die eine Alternative
zu den gängigen Cinchsteckern darstellen, oder aber eine besonders
geringe Wandstärke des Mittelpins. In der Frühzeit der Cinchstecker
war der Stecker hohl, wurde vorn verlötet, hatte geringe Masse, wenig
Metall und war versilbert statt vergoldet. Silber und Silberoxid sind gute
Leiter, Gold sieht gut aus...
Der Hinweis auf den "massiven Mittelpin"
sowie auf die "besonders schwere Ausführung" lenkt von anstrebenswerten
Parametern ab und hilft verkaufen. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich der
Stecker publikumswirksam - verkaufsorientiert gewandelt. Die Knickschutzspirale
am Kabelausgang des Steckers vermittelt Solidität, ist jedoch meist
aus Stahl und führt zusätzliche Magnetfeldprobleme (unlinearitäten,
Verzerrungen) ein.
Jede Gleichstromquelle erzeugt einen Wechselspannungssignalanteil, der dann als Rauschen erfahrbar wird. Gleichspannungen verhalten sich vergleichsweise unkritisch, ein geringer Verlust bleibt ein geringer Verlust.
Jedes Wechselspannungssignal stellt höhere
Anforderungen, da ein zeitlicher Ablauf seine eigenen Probleme mit sich
bringt.
Wechselspannungen verhalten sich vielfältig
problematisch, ein geringer Verlust von absoluter Spannung verändert
die Signalform, ebenso zeitliche Verlagerungen von Elektronen. Das hörbare
Übertragungsspektrum geht vom Bass bis zum Brillanzbereich, eine geringe
Einbusse von 0,5 dB ist absolut (bei einem Ton) nicht wahrnehmbar, aber
im Spektrum als Veränderung der Klangfarbe (und räumlichen Abbildung
bei Stereo) leicht erkennbar.
Tweak unter HiFi
Aspekten
Kabel geradlinig verlegen, auf elastischem
Material vom von mechanischen Vibrationen des Untergrund entkoppeln, nur
in störungsbelasteter Umgebung zusätzlich mit Folie oder Rohr
abschirmen. Alle kapazitiven Kopplungen zu benachbarter Materie entziehen
Impulsen die Präzision, deshalb ist Luft die beste Umgebung.
Empfehlenswerte Literatur:
KEITHLEY Low Level Measurement 5th Edition
www.keithley.com
A.v.Weiss/M.Krause Allgemeine Elektrotechnik
Vieweg Braunschweig p238ff
K.Küpfmüller Einführung
in die theoretische Elektrotechnik Springer 1968
http://en.wikipedia.org/wiki/Maxwell%27s_equations
http://www.hoererlebnis-verlag.de/he/archiv/32experte.htm
Diese Seite wird gelegentlich überarbeitet
und bekommt zusätzliche Informationen, sie erhebt keinen Anspruch
auf Vollständigkeit.
Sie wurde im deutschsprachigen WWW vielfach
kopiert und an die eigenen Verkaufsinteressen angepasst, u.A. von :
http://www.audioimpulse.de/de/informationen/lexikon.php
http://www.ralic.de/site/kabelinfo.htm
http://www.shop.hifielements.de/shop_content.php?coID=25
http://geizposten.com/das-richtige-kabel-fur-hifi-und-highend-anwendung-faq%C2%B4s/
http://www.sommercable.com/1__support/techn_support/1__5_hifi.html
http://www.artundvoice.de/shop_hifi/product_info.php?name=Kabel%2C%20simple%20Physik%20oder%20Unsinn%20%3F&products_id=11692
| FL-electronic / Neuklang Mühlenpfordtstr.5
38106 Braunschweig Germany Tel.: 0049 531 / 342155 Fax: 0049 531 / 344900 E-Mail: info@FL-electronic.de |
![]() |
Anmerkung von Neumann (bekannt für Mikrofone, die Erfindung der Nickel-Cadmium Akkus und Schallplattenschneidemaschinen) : gingen doch Kabelmaterial und -länge unvorhersehbar in das Klangergebnis ein. (http://www.neumann.com/?lang=de&id=about_us_history_part_6 )