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QED, England hat sich ausführlich mit der Entwicklung von Lautsprecherkabeln im bezahlbaren Bereich beschäftigt. Die vielfältigen Fakten und Hintergründe sind in einem englischen Aufsatz des Forschungs- und Entwicklungsteams veröffentlicht worden, dessen Übersetzung Ihnen hier vorliegt: THE GENESIS REPORT.
Der rasante Aufstieg des
Lautsprecherkabels von der simplen Verbindungsfunktion zu einem ernsthaften
Bestandteil der HiFi-Anlage ist beachtlich. Einst nachrangig in der Bedeutung,
ist das Kabel heute ein wichtiger High-Tech-Baustein in der Übertragungskette
von Audio und Video.
Mittlerweile gibt es viele
unterschiedliche Kabel, die für die unterschiedlichsten Aufgaben entwickelt
wurden. Der Kabel-Boom konfrontiert den ernsthaft Musikbegeisterten aber
auch mit schwer nochvollziehbaren Argumenten. Aus dem einfachen Käuferwunsch
noch einem guten Produkt wird ein Alptraum aus Mystik und Pseudowissenschaft,
verstärkt durch die Ergüsse einzelner Marketingabteilungen und
Händler.
Auf den folgenden Seiten
lesen Sie eine Zusammenfassung der weitreichenden Forschung von QED-Ingenieuren
über die Einflüsse des Lautsprecherkabels. Ziel der Forschung
war zunächst die Entwicklung von neuartigen Lautsprecherkabeln. Die
jetzt vorliegenden QUDOS- und PROFILE-Kabel basieren auf diesen Forschungsergebnissen.
Diese Forschungen haben später auch die Entwicklung der QNECT-NF-Kabel
beeinflußt.
Meßergebnisse erzählen
nie die ganze Geschichte, auch im Bereich der hochwertigen Musikwiedergabe
spielen Hörtests eine große Rolle. Hörsitzungen allein
konnten nicht alle technischen Unterschiede aufklären, aber wenn ein
Kabel bereits meßbare Fehler und Verfärbungen aufwies, war es
gehörmäßig ebenfalls ungeeignet.
Genau, transparent und so
neutral wie möglich. So lautet der Grundsatz bei der QED-Kabelentwicklung.
Realisiert wurde die Produktentwicklung mit dem Wissen aus dem GENESIS
REPORT und den Einflüssen unzähliger Hörtests.
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Auf den ersten Blick ist
die Verbindung vom Verstärker zum Lautsprecher mittels Kabel genauso
unspektakulär wie selbstverständlich. In der Praxis aber ist
fast jeder Zuhörer in der Lage, Klangdifferenzen unterschiedlicher
Kabel zu erkennen und zu bewerten. Nur unerfahrene Stimmen leugnen noch
das Vorhandensein von klanglich bestimmenden Faktoren, resultierend aus
Kabelmaterial und Kabelaufbau.
Wir alle wissen, daß
ein Baustein das analoge Musiksignal auf dem Transport keinesfalls verbessern,
sondern nur verändern oder verschlechtern kann. Also lautet die größtmögliche
Anforderung an ein Lautsprecherkabel: Verlustfreie Signalübertragung
vom Verstärker zum Lautsprecher.
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Weil ein Lautsprecherkabel
die Verbindung zweier Komponenten eines HiFi-Systems herstellt, gehören
diese beiden Partner - Verstärker und Lautsprecher - selbstverständlich
auch in die Betrachtung.
Genaugenommen ist das Lautsprecherkabel
die Verlängerung der Verstärker-Schaltung, was bedeutet, daß
die Schaltung um die elektrischen Werte des Lautsprecherkabels erweitert
wird. Dieses “Extra-Bauteil” ist zerlegbar in seine (Haupt-)Parameter:
Widerstand (R), Kapazität
(C), Induktivität (L) und Ableitung (G).
Die typische Verstärkerschaltung
erreicht ihre geringen Verzerrungen durch den Vergleich des Ausgangs- mit
dem Eingangssignal (die Gegenkopplung). Jede Abweichung vom Original, die
am Ausgang auftritt, wird gegenphasig am Eingang korrigiert.
Abb. 1 zeigt, daß
Verstärker nur korrigierend auf Fehler reagieren können, die
am “Feedback Point” innerhalb des Verstärkers auftreten. Fehler, die
erst am Lautsprechereingang auftreten, bleiben unkorrigiert. Das Kabel
befindet sich somit außerhalb des üblichen Regelkreises. (Um
Kabeleffekte auszuschließen beziehen einige seltene Verstärkermodelle
die Lautsprecherkabel in die Gegenkopplung mit ein, indem sie eine zusätzliche
Leitung zum speziellen Feedback Point SIGMA am Verstärker zurückführen.)
Auf dieser Basis ist eine
objektive Bewertung der klanglichen Unterschiede von Kabeln möglich:
Man vergleicht das Eingangssignal in das Kabel (am Verstärkerausgang)
mit dem Ausgangssignal (am Lautsprechereingang). Jede Differenz ist eine
Verschlechterung des Signals.
(Anmerkung: Kenwoods
Sigma-Drive der 70 er Jahre wurde wieder eingestellt. Das rückführende
Kabel muß qualitativ sehr hochwertig und geschirmt sein, sonst
schleichen sich neue Fehler ein.)
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Es gibt viele Begriffe, um
die subjektiven Kabeleffekte zu beschreiben, sowohl positive wie: transparent,
offen, detailliert, rhythmisch und musikalisch, aber auch negative wie:
schlank, langsam, belegt, unausgewogen usw.
Die Genesis-Forschung hat
aufgezeigt, daß einige der (subjektiven) Begriffe durch die (objektiven)
Messungen erklärt werden können.
Die Kabel, die dieser Untersuchung
zu Grunde liegen, repräsentieren ein breites Spektrum des heutigen
Angebotes, alle Messungen erfolgten an einer realen Last, dem Lautsprecher.
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Abb. 2 und 3 zeigen Messungen
von Frequenzgängen. Die jeweils obere Linie ist gemessen am Verstärkerausgang,
die untere am Lautsprechereingang. Die Unterschiede sind deutlich erkennbar:
Beispielkabei #10 in Abb. 2 ist ein Litzenkabel mit sehr geringem Widerstand,
Kabel # 7 in Abb. 3 ein Solid-Core. Die Welligkeiten im Frequenzgang spiegeln
den lmpedanzverlauf des Lautsprechers wider, hier typisch für ein
Baßreflexsystem.
Bei dieser Messung wurde
ein Sinusgenerator benutzt. Im Normalfall überträgt das Lautsprecherkabel
Musik und nicht sinuide Audiosignale in die komplexe Last des Lautsprechers.
Die Kombination dieser beiden
Faktoren führt zu weit größeren Dynamikverlusten durch
das Kabel, als die Frequenzschriebe vermuten lassen.
Die Beispiele verdeutlichen
die Notwendigkeit eines niedrigen Kabelwiderstandes für einen geradlinigen
Frequenzverlauf. Überraschenderweise beobachten wir trotzdem einen
Trend zu den vergleichsweise hochohmigen “Solid-Core”-Kabeln, deren meistgenanntes
Verkaufsargument die Reduktion des “Skin-Effekts” ist. (Anmerkung: Argument
für SolidCore Kabel ist die nicht vorhandene mechanische Reaktion
auf eigene Magnetfelder, Litzen schwirren magnetisch angeregt, damit sind
Resonanzen und Energieverlust verbunden)
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Der Skin-Effekt beschreibt
ein Phänomen, welches seine Bedeutung aus der Hochfrequenztechnik
herleitet: Durchfließt Wechselstrom einen Leiter, induziert das Wechselmagnetfeld
eine elektromotorische Kraft (EMK). Die EMK führt zur Abnahme der
Stromdichte im Leiterinneren hin zur Leiteroberfläche. Das Ergebnis
ist ein Anstieg der Kabelimpedanz zu hohen Frequenzen.
In der Hochfrequenztechnik
(oberhalb des Audio-Spektrums), wo der Skin-Effekt deutlich meßbar
ist, werden Kabel mit widerstandsreduzierendem Silber an der Oberfläche,
wo der hochfrequente Strom am dichtesten fließt, beschichtet.
Um dem Skin-Effekt bei Audio-Kabeln
entgegenzuwirken, wurden Kabel mit Aderdurchmesser nicht größer
als dem Dopppelten der effektiven Signaldurchdringungstiefe entwickelt,
also der Tiefe, bei der die Stromdichte auf 63 % ihres Wertes abfällt.
Die Idee ist, daß das Kabel in allen Frequenzbereichen in einer Art
reduzierter Stromdichte arbeitet. Kabel dieser Bauform weisen eine relativ
hohe Impedanz über den gesamten Frequenzbereich auf.
Ob der Skin-Effekt hörbar
ist, wird viel diskutiert, die Mehrheit der Experten bestreitet gar das
Vorhandensein im Audiospektrum. Zur Beurteilung, wie wichtig dieses Phänomen
tatsächlich ist, wurden vier Testmuster verschiedener Lautsprecherkabel
- jeweils zwei Vertreter mit großem Kabelquerschnitt und zwei sehr
dünne “Low-Skin-Effekt”-Kabel -naher betrachtet.
Zunächst wurden alle
Parameter der Kabel wie Widerstand, Induktivität, Kapazität und
Stromleitfähigkeit gemessen. Diese Ergebnisse wurden verwendet, um
eine theoretische Vorhersage über Phasenverschiebungen an einer realen
Last zu errechnen.
Wichtig zu erwähnen
ist, daß die Berechnungen gar nicht den Skin-Effekt berücksichtigen,
es wurde nur mit den einfachen, vorgenannten Basis-Parametern gerechnet.
Abb. 4 zeigt die errechneten
theoretischen Phasenverschiebungen der vier Beispielkabel. Der Vergleich
zwischen der Theorie in Abb. 4 und den tatsächlich gemessenen Phasenverschiebungen
in Abb. 5 zeigt eine bemerkenswerte Ähnlichkeit zwischen Vorhersage
und Meßergebnis. Lediglich über 80 kHz konnte eine merkliche
Abweichung der mehradrigen Litzenkabei mit Phasenverschiebungen festgestellt
werden, die dem Skin-Effekt und mit diesem einhergehenden Effekten zuzuschreiben
sind (sofern 270 bei 10O kHz als bedeutend zu werten sind).
Weiteres Phänomen ist,
daß die Stromdichte zweier paralleler Leiter an deren inneren Oberflächen
zunimmt (der (Anmerkung: Proximity-) Effekt ist am größten,
wenn die Kabeladern praktisch aneinanderliegen). Die gemessenen Phasenverschiebungen
sind in der Regel geringer als die theoretischen Voraussagen bezüglich
des Skin-Effekts.
Vorab sei schon zu bemerken,
daß das Testkabel C-7 die geringsten Phasenverschiebungen aufweist
-einhergehend mit seiner geringen lnduktivität (vgl.Abb. 4 und 5).
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Ein Vergleich der Abb. 6
und 7 zeigt deutlich den Zusammenhang zwischen Kabelinduktivität und
Phasenverschiebungen. Je höher die Kabelkapazität, desto höher
sind die Phasenverschiebungen. Die meisten der mehradrigen Litzenkabei
im Testfeld weisen ähnlich hohe Induktivitäten auf; die Kabelinduktivität
ist geprägt von der Querschnittsfläche der Leiter, deren Abstand
voneinander und der Permeabilitätskonstante der umgebenden Materie.
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Viele der heute erhältlichen
mehradrigen Litzenkabel weisen einen großen Abstand zwischen den
Leitern auf - bis zum 3-fachen und mehr des Kabelquerschnitts.
Der durchschnittliche induktive
Effekt des Testfeldes ergibt eine Phasenverschiebung von 0,42 Grad pro
Meter, entsprechend für ein Kabel von zehn Metern Länge einen
Phasenfehler von 4,2 Grad.
In der Praxis liegt die
Kabelinduktivität in Serie (additiv) mit der induktiven Komponente
des Verstärkers, die hochfrequente Schwingungen vermeidet. Der induktive
Effekt ist also immer zusammengesetzt, so daß die Gesamtinduktivität
des Verstärkers durch das Kabel deutlich beeinflußt wird.
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Daß frequenzabhängige
Phasenverschiebungen hörbar sind, ist heute noch relativ unbekannt,
obgleich Verstärker mit schlechtem Phasenverhalten subjektiv als “harsch”
empfunden werden. Überraschenderweise finden Phasenverschiebungen
bei Verstärkerdaten keine Erwähnung, obwohl es keinesfalls ungewöhnlich
ist, bei handelsüblichen Verstärkern Phasenverschiebungen größer
15 Grad / 20 kHz nachzuweisen.
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Ein anderer Effekt der Induktivität
ist der Abfall hoher Frequenzen bei steigender Kabelimpedanz. Interessanterweise
kann eine hohe Kabelimpedanz für einen scheinbaren Anstieg der Ausgangsspannung
am Lautsprechereingang relativ zum Verstärkerausgang führen.
Dies kann problematisch bei elektrostatischen Lautsprechern sein, die für
gewöhnlich dem Verstärker höhere kapazitive Lasten als konventionelle
Lautsprecher zumuten.
Ein Beispiel für diese
Resonanzspitzen zeigt Abb. 8 im Vergleich mit dem direkten Verstärkersignal.
Der Anstieg der Kabelimpedanz zu hohen Frequenzen führt, zusammengesetzt
mit dem Abfall des Verstärkers, zu beträchtlichen Pegelverlusten
bei hohen Frequenzen.
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Die Leiter eines jeden Lautsprecherkabels sind mit einer Isolierung ummantelt, um Kurzschlüsse zu vermeiden. Diese Isolation (Dielektrikum) führt unweigerlich zu Verfälschungen, weil alle Dielektrika Energie absorbieren. Diese dielektrischen Verluste werden als Verlustfaktor oder Tan delta bezeichnet und nehmen mit der Frequenz zu. Pauschal gilt: je höher der Verlustfaktor bei einer bestimmten Frequenz, um so höher ist der Verlust in das Dielektrikum. Eine Auswahl von Messungen des Verlustfaktors zeigt Abb. 9 mit überraschend breit gespreizten Ergebnissen.
Eine weitere Eigenschaft
des Dielektrikum heißt Permutivität, ein kapazitiver Effekt,
der zu einem Leckstrom zwischen den Einzelleitern führt. Permutivität
ist die Messung, in welchem Maße ein Dielektrikum das Entstehen eines
Magnetfeldes zuläßt. Je höher die Permutivität eines
Isolators, um so höher sind seine kapazitiven Effekte auf den Leiter.
Für die gebräuchlichen
lsolationsmaterialien von Lautsprecherkabeln betragen Dielektrizitätskonstante
(Er) und Verlustfaktor Tan delta:
| lsolationsmaterial | Dielektrizitätskonstante (Er) | Verlustfaktor Tan delta bei 1OkHz |
| Polyvinylchlorid (PVC) | 4,0 - 8,0 | 0,01 - 0,05 |
| Polyethylen (PE) | 2,6 | 0,0002 |
| Polypropylen (PP) | 2,25 | 0,0004 |
| Polytetrafluoroethylen (PTFE) | 2,1 | 0,002 |
| Luft | 1,0006 | nahe 0 |
| Vakuum | 1,0000 | 0 |
Die Kapazität hängt
ebenfalls vom Abstand und Durchmesser der Leiter ab. Je größer
die Lücke zwischen zwei Leitern in einem Dielektrikum, um so niedriger
ist seine Kapazität (gilt im umgekehrten Sinne für die lnduktivität)
Der Blick in die obere Tabelle
läßt erkennen, daß ein Kabeldesign mit niedriger Kapazität
und lnduktivität bei Auswahl ungeeigneter Isoliermaterialien unnötig
schwieriger wird.
Die Mehrzahl der Niedrigpreis-Kabel
und einige der getesteten Kabel verwenden PVC-Mäntel, die zu einer
verhältnismäßig hohen Kapazität und hohen dielektrischen
Verlusten führen. Unabhängig vom Kabeldesign sind diese Kabel
eindeutig unvorteilhaft, entweder wegen zu hoher Kapazität oder zu
hoher lnduktivität (oder beidem).
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Ein anderes Kriterium für
die klanglichen Einflüsse des Dielektrikums ist -verknüpft mit
den dielektrischen Verlusten- die Ableitung (G). Die Ableitung gibt an,
wie gut zwei Leiter voneinander isoliert sind. Je niedriger die Ableitung,
um so größer ist der Isolationswiderstand (Rp). Qualitativ hochwertige
Dielektrika sind regelmäßig die besseren Isolatoren, weil hier
viel weniger “freie Elektronen” versuchen, Strom durch den Isolator zu
transportieren.
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Theoretisch sollte sich die
Kabelkapazität klanglich nur gering auswirken, da die Quellenimpedanz
der meisten Endverstörker mit unter einem Ohm sehr niedrig ausfällt.
Obwohl die Kapazität zur angeschlossenen Impedanz ein Tiefpaßfilter
darstellt, ist der Effekt auf den Frequenzgang vernachlässigbar. Hinterlistigerweise
sind übertrieben hohe Kabelkapazitäten ein Indiz für schlechte
Qualität des Dielektrikum und hohe Ableitverluste über die Isolierung.
Einige “esoterische” Kabel
haben eine Vielzahl einzelner, voneinander isolierter Drähte. Bei
bestimmten Geometrien und mittelmäßiger Materialauswahl erreicht
die Kapazität bei diesen Kabeln ungewöhnlich hohe Werte. Eines
der getesteten Kabel erreichte gar eine Parallelkapazität von 1375
pF bei einem Durchschnittswert des Testfeldes von 500 pF auf 1 Om Kabellänge!
Ein anderer betrachtungswürdiger
Faktor ist die Stabilität des Verstärkers. In einigen Fällen
führt eine geringe “Extraportion Kapazität” am Ausgang den Verstärker
zum Schwingen, Überhitzen oder schlimmstenfalls zur Selbstzerstörung.
Oder der Verstärker schwingt kurzzeitig, ohne daß dies wahrgenommen
wird. Gute Verstärkerschaltungen besitzen in der Regel ein gutes Verstärkungs-/Phasen-Verhältnis
und stellen sicher, daß geringe zusätzliche Phasenverschiebungen
durch höhere Kapazitäten keine Probleme verursachen.
Trotzdem gibt es viele Verstärker
am Markt mit weniger gutem Verstärkungs-/Phasen-Verhältnis. Gerade
diese Verstärker haben Probleme mit größeren Längen
bei Kabeln hoher Kapazität. Leider ist die Induktivität gerade
bei hochkapazitiven Kabeln niedrig, was zu einer weiteren Verringerung
der Stabilität führt. Auch wenn nicht äußerlich instabil,
kann das Klangbild hart und vorlaut erscheinen, wenn der Verstärker
an der Grenze seiner Stabilität arbeitet. Abb. 10 zeigt die Instabilitäten
als Überschwinger eines “schnellen” Rechtecksignals bei hochkapazitiven
Kabeln.
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Wird der Abstand zweier Leiter
in einem Dielektrikum vermindert, verringert sich die lnduktivität
und erhöht sich die Kapazität. Eine Erweiterung des Abstandes
hat den gegenteiligen Effekt. Es gilt heute in HiFi-Fachkreisen die unumstößliche
Regel, daß sich die lnduktivität nicht verringern läßt,
ohne die Kapazität zu erhöhen. Dennoch haben Vergleiche gezeigt,
daß durch verschiedene Kabel-Layouts bei gleicher Querschnittsfläche
(und damit gleichem DC-Widerstand) und gleichem Dielektrikum diese Regel
durchbrochen werden kann, einfach durch Umordnung der Leiter (vgl. Tab.
1).
Diese Meßwerte der
Kabel, die als ein direktes Ergebnis der Genesis-Forschung entwickelt wurden,
verdeutlichen die Wichtigkeit der Kabelgeometrie. Die Meßwerte für
Widerstand, lnduktivität und Kapazität entsprechen den QED-Kabeln
QUDOS ORIGINAL und PROFILE 8.
QUDOS ORIGINAL besteht aus
jeweils 78 Einzeladern mit einer Stärke von 0,2 mm als Parallelleiterkonstruktion,
PROFILE 8 aus acht Einzelsträngen mit jeweils 19 Adern/0,2mm in einem
Flachkabel. Der effektive Leiterquerschnitt beider Kabelsorten ist also
gleich, ebenso die Isolierung aus PE niedriger Dichte. Somit lassen sich
Differenzen in lnduktivität und Kapazität rein nur auf die Geometrie
zurückzuführen.
| Qudos | Profile 8 innen/außen | Profile 8 links/rechts | |
| Kapazität (pF(m) | 35,6 | 37,2 | 21,3 |
| Induktivität (uH/m) | 0,55 | 0,39 | 0,54 |
| Widerstand(mOhm/m) | 14,0 | 15,0 | 15,0 |
| Impedanz (Ohm) | 118,5 | 104,7 | 159,6 |
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Ein oftmals wahrnehmbarer
Effekt im Vergleich verschiedener Kabel ist die subjektive Breite der Bühnenabbildung.
Ein schwer erklärbares Phänomen, werden doch die beiden Stereokanäle
elektrisch voneinander getrennt betrieben.
Eine plausible Erklärung
finden wir in der akustischen Kopplung der beiden Lautsprecher im Raum,
d.h. die Reaktion auf die Druckschwankungen, erzeugt von einem Lautsprecher,
auf dem anderen. Würde nur der rechte Lautsprecher spielen, sollten
idealerweise die Chassis des linken Lautsprechers keine Bewegungen ausführen.
Ebenfalls sollte der Verstärker den linken Lautsprecher “bremsen”.
In der Praxis reduziert
hoher Kabelwiderstand aber den Dämpfungsfaktor des Verstärkers.
Die gegenseitigen Rückwirkungen der Lautsprecher auf die Verstärker
verschieben dann das Stereoabbild in Richtung “enger”.
Abb. 11 und 12 zeigen die
rückwärts induzierten Spannungen in den nichtbetriebenen Lautsprecher.
Die mit "x” markierten Spitzen sind die Amplituden der generierten Testsignale
50O Hz und 3 kHz.
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Wie schon erwähnt, stellen Lautsprecher eine sehr komplexe Last dar und erzeugen unerwünschte Rückwirkungen auf den Verstärker (Gegen-EMK). Das passiert wie im Abschnitt oben beschrieben oder aber bei plötzlichen Amplitudenwechseln, wenn die Lautsprechermembrane “überschwingt”. Wie stark dieses Überschwingen stattfindet, hängt von der gemeinsamen Fähigkeit des Lautsprecherkabels und des Verstärkers ab, zu “dämpfen” und unerwünschte Schwingungen zu kontrollieren.
Gut zu sehen in Abb. 13 ist die Ausgangsspannung des Verstärkers und die Spannung, an den Lautsprecher-Eingangsklemmen gemessen. Bereits nach 2,4 ms, wenn die Ausgangsspannung des Verstärkers auf Null zurückgegangen ist, fällt die Spannung am Lautsprecher ins Negative und fällt erst nach einem weiteren (positiven) Überschwinger auf Null. Unerwünschte Membranbewegungen sind die Folge.
Abb. 14 zeigt denselben
Lautsprecher unter Verwendung eines Lautsprecherkabels mit niedrigerem
Widerstand: Die Verbesserung ist deutlich zu erkennen.
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Das Lautsprecherkabel schafft
auf mehreren Wegen eine elektrische Distanz zwischen Verstärker und
Lautsprecher, z.B. mit. Gleichstromwiderstand, der den Frequenzgang, die
Dämpfung und Auflösung beeinflusst, wie oben schon bemerkt, aber
auch mit Verzerrungen, die, gemessen am Lautsprechereingang (gerade die
zweite Harmonische), höher sind als am Verstärkerausgang.
Wir fanden heraus, daß
die Verschlechterung in Qualität (und Genauigkeit gegenüber dem
Original) in hohem Maße vom Gleichspannungswiderstand und vom Lautsprechertyp
abhängt. Abb. 15 und 16 zeigen den Verlauf der zweiten Harmonischen
bei niedrigen Frequenzen. Die jeweils obere Linie zeigt die Verzerrungen,
gemessen am Lautsprechereingang, die untere Linie stellt die Messung am
Verstärkerausgang dar.
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In Abb 15 (relativ hochohmiges
Kabel, 0,065 Ohm/Meter) sind die Verzerrungen fast dreimal so hoch wie
beim niederohmigen Kabel (0,004 Ohm/Meter) in Abb. 16.
Vergleichend zeigt Abb.
17 den Effekt an zwei verschiedenen Lautsprecher-Lasten bei gleichem Kabel.
Erkennbar ist, daß nicht das Kabel selbst die Verzerrungen verursacht
(der Gleichspannungswiderstand ist nahezu linear), sondern das Kabel verhindert
das korrekte Eingreifen der Fehlerkorrektur des Verstärkers bei den
vom Lautsprecher verursachten Nicht-Linearitäten.
Den Verstärker direkt
(ohne Kabel) an den Lautsprecher angeschlossen, zeigten sich kleinere Verzerrungen,
die nur bis auf einen geringen Prozentsatz schlechter korrigiert wurden
als bei der Vergleichsmessung am Verstärker ohne jede Last. Hier sind
weiterreichende Untersuchungen notwendig, es läßt aber den Rückschluß
zu, daß Verzerrungen im unteren Frequenzbereich auch von der Resonanzfrequenz
des Lautsprechergehäuses beeinflußt werden.
Verzerrungen bei mittleren
und hohen Frequenzen nehmen deutlich zu bei steigender Kabelinduktivität,
was wiederum die Kabelimpedanz steigen läßt und in der Folge
den gemeinsamen Dömpfungsfaktor von Verstärker und Lautsprecher
verringert.
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Es gibt die Meinung, daß
Multi-Litzen-Kabel einen “Dioden-Effekt” zeigen, verursacht durch Strom,
der zwischen den Leitern hin und her springt und dabei jede Menge Metall-/Oxid-/Metall-Übergänge
überwinden muß. (Von manchen wird dieses Phänomen den SkinEffekten
zugeordnet.)
Unter der Annahme, daß
der Strom tatsächlich “springt” (es gibt keinen Hinweis darauf, gerade
weil wir wissen, daß der Skin-Effekt darauf keinen nennenswerten
Einfluß hat), gaben wir ein Signal in eine Ader einer Litze und nahmen
die Messungen an einer anderen Ader vor. Auch unter Benutzung des anerkannten
AUDIO-PRECISION-API-Messgerätes bis hinab in die niedrigsten Pegel
konnte kein Anstieg der Verzerrungen im Vergleich zum gesamten Litzenkabel
festgestellt werden (vgl. Abb 18). Beide Meßschriebe stimmen so weitgehend
überein, daß man meinen könnte, der identische Test wurde
zweimal aufgezeichnet. Es scheint, die Dioden-Effekte existiert nicht -
oder wenn doch, sind sie kurzgeschlossen durch die vielen gut zusammengepreßten
Kontaktflächen über die gesamte Kabellänge.
(Anmerkung: Schlechte
Litze klingt aber wie ein Verstärker mit geringem Ruhestrom : Übernahmeverzerrungen)
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Obwohl die Nennimpedanz oft
in Verbindung mit Audiokabeln genannt wird, stammt der Begriff ursprünglich
aus dem Zusammenhang mit Hochfrequenzleitern. Die Nennimpedanz determiniert
die korrekte Last und die Quellenimpedanz von Hochfrequenzübertragungsstrecken,
um unerwünschten Reflexionen und stehenden Wellen vorzubeugen. Zur
einwandfreien Funktion werden deshalb beide Enden, z.B. einer koaxialen
Antennenleitung, mit einer resistiven Last im Wert der Nennimpedanz (i.d.R.
75 Ohm) abgeschlossen.
Lautsprecherkabei sind aber
in diesem Sinne keine Hochfrequenzleiter, da Audio-Wellenlängen größer
sind als die Kabeldurchmesser und damit Reflexionen erst gar nicht auftreten.
Selbst wenn es so wäre, ist es unmöglich, beide Enden mit der
korrekten Impedanz abzuschließen: Eine 8-Ohm-Quellimpedanz (entsprechend
der Lautsprecherlast) würde den Dämpfungsfaktor ruinieren und
sowohl Frequenzgang als auch Verzerrungen ernsthaft beeinflussen.
(Anmerkung: Es entscheidet
nicht der Durchmesser, sondern die Länge der Leitung, ob Reflexionen
auftreten)
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Messungen von Asymmetrien
der getesteten Kabel ergaben, obwohl Laufrichtungsmarkierungen auf einigen
Kabeln zu finden waren, keinen Hinweis auf eine Laufrichtungsbindung. Blindtests
ergaben, daß die Hörer keine Unterschiede in der Laufrichtung
der Kabel feststellen konnten. Für die Vergleiche wurden die Kabel
in jeder Richtung exakt gleich verlegt, da sich die elektrischen Kabeleigenschaften
bei verschiedener Verlegung sehr wohl meßbar ändern.
(Anmerkung: Es klingt
aber für unsere Ohren DOCH deutlich verschieden: Gegenrichtung bei
fast allen Kabeln !)
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Obgleich es immer Skeptiker
geben wird, die der Bedeutung des Lausprecherkabels kritisch gegenüberstehen,
machen die Ergebnisse deutlich, daß die Wiedergabekette vom verwendeten
Kabel sowohl positiv als auch negativ beeinflußt werden kann. Die
Analyse aller zusammengetragenen Daten und Erlebnisse lassen einen klaren
Zusammenhang zwischen der Übertragungsqualität und den Meßergebnissen
schlußfolgern.
Zusammengefaßt sind
die Ergebnisse:
1. Kabelwiderstand
Niedriger Kabelwiderstand
ist von fundamentaler Bedeutung für eine hochwertige Wiedergabe, sollte
aber nicht auf Kosten anderer entscheidender Parameter erkauft werden.
Ein hoher Kabelwiderstand führt zu verschiedenen unerwünschten
Ergebnissen: Abnormitäten im Frequenzgang, höhere induzierte
Verzerrungen und geringere Kanaltrennung.
Alle Kabel mit hohem Widerstand
zeigten schlechte Meßergebnisse. Subjektiv hing ihre Performance
stark vom verwendeten Lautsprecher ab. Die mittenbetonte Wiedergabe mancher
dieser Kabel korreliert mit dem, diesen Kabeln eigenen, zu hohen und niedrigen
Frequenzen hin abfallenden Frequenzverlauf. Ein hoher Kabelwiderstand verringert
auch die Fähigkeit, Musik mit hohen Dynamikspitzen wiederzugeben.
2. lnduktivität
Die lnduktivität von
Lautsprecherkabein hat maßgeblichen Einfluß auf die Dämpfung
zu hohen Frequenzen und auf Phasenverschiebungen. Die Induktivität
führt dazu, daß die lmpedanz mit der Frequenz steigt, was zur
Dämpfung der höchsten Frequenzen an den Lautsprecheranschlüssen
führt, manchmal auch zu rückinduzierten Spannungsspitzen. Zusätzlich
erhöht die lnduktivität die Verzerrungen an den Lautsprecheranschlüssen
und verschlechtert das Einschwingverhalten der Lautsprecherchassis.
3. Skin-Effekt
Der Skin-Effekt ist bei
ausreichend großem Kabelquerschnitt von untergeordneter Bedeutung.
Bei Kabeln mit größeren Leiterquerschnitten war der Skin-Effekt
zwar ausgeprägter, diese Kabel tendierten aber aufgrund ihre höheren
lnduktivitäten zu höheren Signalpegelverlusten bei hohen Frequenzen.
Nur bei Frequenzen oberhalb
des hörbaren Audio-Spektrums sind Einflüsse durch den Skin-Effekt
als bedeutend nachweisbar. Obwohl der prozentuale Anstieg der Wechselstromimpedanz
bei großen Leiterquerschnitten größer ist als bei kleinen
Leiterquerschnitten, ist die effektive Wechselstromimpedanz (und der Gleichstromwiderstand)
geringer. Der Skin-Effekt hat außerdem den unerwarteten Nebeneffekt,
Phasenverschiebungen, die durch die zu hohen Frequenzen steigende lnduktivität
verursacht werden, zu verringern.
4. Qualität der Isolierung
Der Ableitfaktor war ein
ausschlaggebender Parameter für die Wiedergabequalität. Die Mehrheit
der besser klingenden Testkabel war mit hochwertigen Isolierungen versehen,
PVC- und PU-isolierte Kabel klangen am schlechtesten. Kabel, die meßtechnisch
durch hohe Ableitfähigkeit des lsoliermaterials als schlecht eingestuft
wurden, fielen im Hörtest durch mangelnde Detailfreude und weniger
Raum auf.
5. Konstanz der Ergebnisse
Lautsprecherkabei interagieren
sowohl mit dem Lautsprecher als auch mit dem Verstärker, somit verschieben
sich subjektive Hörerlebnisse in unterschiedlichen Gerätekombinationen.
Kabel mit den konstant geringsten Einflüssen auf die Wiedergabekette
waren jene mit den geringsten lnduktivitäten, Kapazitäten, und
Widerständen. Hohe Kabelkapazitäten sollten vermieden werden,
da dies zu lnstabilitäten des Verstärkers führen kann, was
sowohl auf die Klangqualität als auch auf die Betriebssicherheit Einfluß
hat.
6. Richtungsbindung
Gegen den Trend, Lautsprecherkabel
laufrichtungsgebunden zu kennzeichnen, wurde kein Hinweis gefunden, was
dies unterstützt. Es konnte aber festgestellt werden, daß das
unterschiedliche Verlegen von Kabeln die Kapazität und Induktivität
beeinflußt.
7. Solid Core gegen Litze
Die Verbreitung von Solid-Core-Kabeln
hat mit der Begründung zugenommen, daß dünne Leiter geringere
Welligkeiten über den Frequenzverlauf aufweisen als Litzenkabel. Die
Ergebnisse zeigen aber, daß viel mehr die Isolation und die Geometrie
mancher Solid-Cores für das Klangergebnis verantwortlich ist als die
Tatsache, daß sie aus einer massiven Einzelader bestehen.
8. Metallurgie
Die elektrische Leitfähigkeit
ist geringfügig besser bei hochreinem Kupfer (99,99 %). Eine deutlichere
Verbesserung zeigen versilberte Kupferkabel und Reinsilberkabel. Dennoch
sind klangliche Unterschiede von Kabeln deutlich eher in Abhängigkeit
von ihrer Geometrie und vom Isolator als vom verwendeten Leitermaterial
auszumachen.
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Wie zusammenfassend in 1,
2, 3, 4, und 5 erwähnt, weist die Mehrzahl der gut klingenden Lautsprecherkabel
geringen DC-Widerstand, geringe lnduktivität und Kapazität auf,
verbunden mit geringen Verlusten durch das Dielektrikum.
Alle unsere Forschungsergebnisse
lassen sich auf diese einfache Schlußfolgerung zurückführen:
Leiter mit geringen Querschnitten zur Vermeidung des Skin-Effekts (wie
wir wissen, ohne Bedeutung im Audio-Frequenzbereich) führen durch
höheren DC-Widerstand zu unerwünschten Klangverfälschungen.
Als ein Ergebnis der Genesis-Forschung
haben die QED-Ingenieure mit der alten Regel der lnduktivität-/Kapazität-Relation
gebrochen. Kapazität und dielektrische Verluste wurden durch die Wahl
eines hochwertigen Dielektrikums (Polyethylen geringer Dichte) reduziert.
Zusätzliche Verbesserungen wurden durch die Minimierung der lsolationsdicke
und -struktur (unter Beibehaltung einer hohen mechanischen Belastbarkeit)
erreicht, womit das Verhältnis Luft zu Dielektrikum optimiert wurde,
was zu einer weiteren Reduktion der Kapazität und dielektrischen Verlusten
geführt hat.
Mit der optimalen Anordnung
mehrerer paralleler Multi-Litzenleiter (PROFILE-Serie) hat QED erreicht,
sowohl die lnduktivität als auch die Kapazität unter die Werte
für ein vergleichbares Zwillingslitzenkabei gleichen DC-Widerstandes
zu reduzieren. Die Verwendung von mehradrigen Litzen mit guter Querschnittsfläche
sorgt für geringen Gleichstromwiderstand. Das Ergebnis ist eine Reihe
von transparent klingenden Kabeln mit niedrigsten Verlusten und exzellenter
Klangqualität.
Die Bedeutung der Isolation
für die Klangqualität hat auch die Entwicklung der QNECT-Cinchverbindungskabei
beeinflußt, wobei hier ebenfalls geschäumtes Polyethylen geringer
Dichte als Dielektrikum Verwendung findet.
Nach Unterlagen von QED
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Nicht einbezogen in den Test wurden Hörer, die schon Laufrichtungsunterschiede
gehört haben (bei unseren Kunden etwa 30 %).
Nicht berücksichtigt wurde der Begriff Übernahmeverzerrungen,
also Nulldurchgangsverzerrungen, die für ein flacheres Klangbild sorgen.
Gehörmäßig sind sie eindeutig auszumachen - als Unterschiede
zwischen verschiedenen Kabeln, die in Punkto räumliche Tiefe eklatante
Differenzen aufweisen können.
Nicht erwähnt wird das Wechselspiel Strom-Magnetfeld-Kraft-Bewegung
der Leiter. QED-Kabel sind fest und zeigen deshalb auch kaum Regung. Der
Unterschied zu Solid-Core fällt deshalb auch gering aus.
Nicht erwähnt wird die Alterung von Kabeln, bei PVC greifen die
Halogene Kupfer an, auch Silber läuft an, die Langzeitbeständigkeit
ist ein wichtiger Faktor bei der Anlage zuhause.
Einspiel- und Einbrennvorgänge sind Metallurgie- und Dielektrizitäts-Themen,
sie werden kaum erwähnt, sind aber dem Praktiker vertraut.
Verdrillt man zwei Leiter links- oder rechts-orientiert, ergeben sich
deutliche Klangunterschiede, trotz gleicher Länge, Kapazität,
Ableitung, Widerstand.
Der Genesis-Report ist sehr Meßtechnik-orientiert, da damit eine
gewisse Nachprüfbarkeit gewährleistet bleibt. Die Aussagen sind
von daher absolut korrekt, aber vollständig. Das relativiert den gemachten
Aufwand, läßt schließlich Raum für eigene Experimente
in der eigenen Anlage. Eines steht fest: Verkehrt sind die QED Kabel jedenfalls
nicht. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber immer noch Geschmackssache.
Das macht die individuelle Entscheidung leicht.
Auswahl: QED Kabel
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