Plattenspielerjustage

Wenn eine Platte gespielt wird, reibt die Rille an der Nadel und zieht daran. Da die Zugkräfte an der Nadel nicht durch das Drehzentrum des Tonarms gerichtet sind, findet eine Kräftezerlegung in F1 und Fs statt. Fs nennt man Skatingkraft, die den Tonarm nach innen zieht. Die Nadel bewegt sich nach aussen aus der Mittelstellung heraus, womit die Auslenkbarkeit für die Musikinformation einseitig eingeschränkt wird. Mit der Antiskatingkraft wird die Skatingkraft kompensiert, die Mittelposition der Nadel wiederhergestellt, die Wiedergabe verzerrungsarm auf beiden Kanälen.

Für die Antiskatingkraft / Einstellung gibt es drei technische Alternativen:

Antiskatingeinstellung mit Feder

Beispiel Thorens

Antiskatingeinstellung mit Gewicht an Faden

Beispiel Thorens

 
Auflagekraft (mN)
5,0
7,5
10,0
12,5
15,0
17,5
20,0
25,0
35,0
40,0
kleines Gewicht Kerbe:
1
2
4
5
6
 
 
 
 
 
grosses Gewicht Kerbe:
 
 
 
 
1
2
3
4
5
6
klein - nass abspielen
 
1
2
3
4
5
6
 
 
 
gross - nass abspielen
 
 
 
 
 
 
1
2
3
4
Beispiel SME folgt demnächst

Antiskatingeinstellung mit Magnetismus
Beispiel Thorens TD 110/115

Auflagekrafteinstellung
In  der Regel sind die Skalen am Tonarm innerhalb von 5% genau.
Es gibt Tonarme ohne Skala, hier hilft eine Tonarmwaage, die SHURE SF2 ist ein Klassiker und kostet bei uns momentan DM 48.-
Eine Orientierung im vom Hersteller des Tonabnehmersystems genannten Bereichs (Beginn des oberen Drittels) wird eingestellt und nach Gehör variiert.